Dienstag, 19. August 2014

Manchmal auch was anderes....

Es gab mal eine Zeit, da brauchte ich ein anderes Ventil. Eine Zeit, in der ich auch geschrieben habe, nur ein wenig andere Sachen, auch wenn ich diese dann etwas später wieder aufgegriffen habe. Zeige ich euch vielleicht auch noch....

Ich mag den Rythmus, den dieses Gedicht vorgibt. Es ist das erste von einer Reihe, die sich recht ähnlich sind und doch alle etwas Anderes und gleichzeitig dasselbe erzählen.




Einsam.....


Einsamkeit umhüllt von Schweigen,
leise schleicht sie hier umher,
zieht die Kreise immer enger,
bis sich schließlich keiner rührt.

Ihre Schatten werden länger
und die Ketten immer schwerer,
Dunkelheit kommt schleichend näher
bis die Angst das Herz berührt.

Und die Schreie werden lauter
bis sich schließlich niemand traut,
auch nur einen Schritt zu setzen
auf den Weg, den keiner kennt.

Es wird weiter immer dunkler,
Tag für Tag bricht das Licht,
all die hellen Stimmen verstummen,
bis am Ende keiner spricht.

All die Jahre stillen Schweigens,
voller Angst vor jedem Tag,
bei denen man lieber schnell vergas
was sie brachten und mit sich nahmen.

Doch es ändert nichts,
die Uhr tickt weiter.
Und der Schatten wächst und wächst,
bis der Schlaf das Ende bringt.

Träumend sieht man ihre Wogen,
schwarz und grau still vereint,
nur das Schwert in ihren Händen
und der Kopf auf ihrem Schoß, sie sind rot.

Schreckend ist der nächste Morgen,
schweißgebadet, voller Angst,
dröhnen in den kleinen Ohren,
dass das Herz zum Rasen bringt.

Kleine Füße laufen Schritt um Schritt
und die kleinen Hände tasten.
Wollen finden was je verschwand,
nur den Ausgang gibt es nicht.

Es gibt keinen Anfang.
Es gibt kein Ende.
Kein Entkommen vor dem Schrecken.
Keiner der einen retten wird.

Leiden, Angst und Furcht und Schrecken,
treiben zur Verzweiflung nah,
bis die junge Seele, still und leise
langsam an sich selbst zerbricht.

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