Dienstag, 2. September 2014

...der Dritte trottet langsam hinterher...

Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern ist dieses Gedicht eher gemächlich, als wenn es den anderen langsam hinterher trottet.
Ich habe keine Ahnung, woran das liegt oder woher das kommt. 




Einfachheit und Einsamkeit




Einfachheit war nie von Dauer,
Einsamkeit dagegen schon,
Ewigkeiten auf der Lauer,
auf der Suche nach einer Beute, die sich lohnt.

Umhüllt von Schweigen,
in der Dunkelheit verborgen,
sicher versteckt hinter den schützenden Schatten,
bis sie die Sehnsucht ihrer Begierden endlich erreicht.

Sachte berührend,
beginnt sie langsam ihre Kette um sie zu schlagen,
die sich leicht wie ein Schleier,
leise herab legen und anfangen alles mehr und mehr zu bedecken.

Sie breiten sich schnell aus,
und gegen die Zeit,
von der sie eigentlich viel haben,
aber die Erwartung treibt sie voran.

Erst von Außen,
dann von innen,
aus einem einfachen Kreis,
wird ein bedrängendes Labyrinth ohne Entrinnen.

Der Anfang ist noch harmlos,
aber das Ende erschreckend,
wie ein endloses Nichts ohne Gebärden,
von denen niemand berichtet, weil es sie schon längst nicht mehr gibt.

Der Weg zwischen ihnen ist wage,
vom Nebel bedeckt,
nur wenn du Glück hast,
es dir erlaubt und du den roten Faden hindurch entdeckst.

Doch auch der ist nicht sicher,
dem sei dir gewiss,
so dünn wie er ist,
er auch leicht einmal reißt.

Pass auf das du sein Ende nicht verlierst,
oder gar im Schlafe vergisst,
denn wenn er erst einmal deiner Hand entronnen ist,
du ein Gefangener deines eigenen Labyrinthes bist.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen