Donnerstag, 2. Oktober 2014

... ein belangloses Klimpern

Dieses ist eines meiner Lieblingsgedichte. Etwas, das ich von den Geschichten, die ich geschrieben habe, ja nicht sagen würde :P.

Auch dieses Gedicht habe ich in einer Kurzgeschichte mit eingebunden, aber auch alleine hat es seine Wirkung. Ich stelle mir beim Lesen das Klimpern von Klaviertasten vor, während ich im Schnee stehe und mein Atem weiße Wolken in die Luft wirft. Auf dem Schwarz der Umgebung leuchten sie hell auf. Und ich bin alleine bis auf dieses...


... ein belangloses Klimpern



Ein belangloses Klimpern,
weit weg in der Ferne,
doch es rückt immer näher,
bis es dich schließlich berührt.

Die Kälte ihrer Nähe,
ist erschreckend und doch bekannt,
hat schon tief in deinem Herzen,
ein Loch hinein gebrannt.

Durch dieses tritt nun,
aus den Tiefen hinaus,
der Schmerz der Stille
und der Dunkelheit ihr Rausch.

Sie breiten sich aus,
viel schneller als erwartet,
und ohne Erbarmen,
was hast du getan?

Deine Träume verraten und zerbrochen,
verlassen in der Dunkelheit,
hast du Meineid begangen,
und ihr Vertrauen gebrochen.

Allein in der Stille,
umgeben von Schritten,
inmitten der Trümmer,
deiner eigenen Schuld.

Nun bist du allein,
ganz so wie du wolltest,
doch der Schrecken ist groß,
und genauso wie du: erbarmungslos.

Gefangen im Selbst,
der dunklen Unschuld,
und der unreinen Wahrheit,
der eigenen Wut unterliegen.
Ein Käfig aus Angst,
ohne Entrinnen,
ja so wie dein Herz,
versiegelt mit Schmerz.

Es hat keinen Sinn,
den Wahnsinn zu leugnen,
auch wenn man es hört, noch weit in der Ferne
ist es doch nur ein belangloses Klimpern.

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