Freitag, 12. Dezember 2014

in die Verlängerung

Es gibt ja immer ein Nachspiel. Das darf man bei allem was man tut nie vergessen!

Mein Nachspiel findet aus irgendwelchen Gründen immer bei eBay statt.....

Ich musste meine Preise ja anpassen. Seitdem ich das letzte mal Materialien bestellt hatte, hat sich ein wenig getan bei den Preisen und Anbietern. Es ist schon ein Schock, wenn man auf einmal fast 40% mehr bezahlen muss für das, was man braucht. Leider bin ich zu eingefahren und arbeite gern mit meinen Materialien, deswegen werde ich die Preise bezahlen. ABER...

Ja, großes ABER!, ich muss diese Preise auch weiter geben. Da macht eine spontane Rechnung "was bleibt mir denn nach allem über" auch keine bessere Laune. Nein, dann setzt man sich hin und trifft Entscheidungen, die sicher auch nicht jedem gefallen.

Wie bei mir... bei meinem eBay Fall, die dachte es läge an ihr. Tatsächlich bin ich durch ihr Gefrage beleidigt, denn ich halte selber etwas auf meine Arbeit. (Sorry, aber in dem Punkt bin ich eitel)
Aber das war nicht der Grund für meine Erhöhung. Ich will mein Hobby weiterführen, und weiter entwickeln, dafür muss ich auch mal etwas experimentieren.
Und dafür muss etwas Geld her. Mein Hobby muss sich selber finanzieren. Gemein, oder?
Aber es ist leider so.

Das Problem ist, dass ich manchmal gerne etwas ignorieren würde, es aber selbst als unhöflich erachte, und deswegen meistens doch in den sauren Apfel beiße. Das Kunststück hier ist das richtige Maß zu finden. Was gar nicht sooo leicht ist.

In meinem voherigem Post habe ich geschrieben, dass wir unsere Gewinn-Verlust-Rechnungen nicht offenlegen brauchen. Das bleibt auch so. Wir müssen aber einen Weg daran vorbei finden. Eine galante Lösung, mit der man nicht zu viel sagt, am besten gar nichts, der Käufer wird es eh so sehen, und doch eine beiläufige Erklärung gibt. Wir wollen ja auch Kundenservice geben und freundlich bleiben. Und das kann manchmal schon schwer sein.

Also wir bleiben dabei, wir rechnen nichts vor, wir geben nur einen kurzen, so oberflächlich wie möglichen Grund. Der natürlich der Wahrheit entsprechen muss, aber mit dem wir nicht ins Detail gehen müssen, das geht nämlich nur uns etwas an.

Ob das dann so akzeptiert wird, liegt nicht bei uns, wir kommen damit nur einer kleinen Pflicht nach.
Ein Mindestmaß, das auch wir schließlich fordern, oder?

Wichtig ist nur, dass man auch nicht vergessen darf, dass es nicht nötig wird sich zu rechtfertigen. Eine Erklärung geben ist aber nicht gleich rechtfertigen, da muss man auch aufpassen. Wie man es dreht und wendet, es bleibt ein kleiner Balanceakt, der auch Nerven und Kraft kosten kann. Vor allem, wenn die Gegenseite einfach nicht akzeptieren will, was sie vorgelegt bekommt und mehr fordert als ihr zusteht.

Auch ein Grund warum ich mein Hobby im Moment so schwer finde.


Was ich aber auch sehr erstaunlich finde, erst wird mir gesagt meine Puppen sind zu teuer, dann sind die Preise irgendwie OK. Zwei Euro reichen schon zu einem definitiv zu teuer und dann kommt diese Person doch wieder an und fragt nach?

Mir entzieht sich ein wenig die Logik, die dahinter steht. Entweder mir ist etwas zu teuer oder nicht. Und dann komm ich nicht noch einmal mit einer Preisnachfrage, vor allem wenn ich mich vorher schon so verabschiedet habe.

Mittlerweile glaube ich, dass diese Person einfach nicht weiß (oder wissen/verstehen will), was alles dahinter steckt, kostenmäßig und arbeitstechnisch. Sicher, auch normal ist es manchmal schwer einzuschätzen, was Ladensachen kosten und warum. Aber es sollte wohl eindeutig sein, dass eine Privatperson ihre Materialien nicht so kaufen kann wie ein Großhändler. Eine Privatperson ist schließlich auch kein Massenproduzent.

Auch wenn das scheinbar einige denken. Die Erfahrung habe ich jetzt auch schon wieder gemacht.
Und ich muss sagen, dass ich es sehr schade finde, dass einige da überhaupt keine Unterschiede ziehen. Vor allem wenn man sieht, dass auch die eigentlich schon Erfahrungen mit Gebühren etc. gesammelt haben müssen. Erstaunlich wie schnell man den Weitblick verlieren kann.

Eigenlich müsste man solchen Personen das alles mal vorrechnen und sie fragen, ob sie auch für ´nen Appel und nen Ei arbeiten würden, was sie insgeheim sicher nie tun würden. Aber das ginge dann auch eindeutig zu weit für uns, nicht die Käufer, denen der Weitblick fehlt.

Da kann man nur noch sagen: Kopf hoch, es gibt Gott sei Dank auch noch Leute, die wissen, was wirklich in Handarbeiten steckt und das auch zu schätzen wissen.


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